FAQ – Technische Detailfragen
1) Wie realisiere ich Schatteninferenz, wenn die GPU schon am Limit ist?

  • Sampling Shadow: Nur jedes n-te Teil an Green leiten.
  • Alternating Slots mit Deadlines: Green läuft opportunistisch; wenn Puffer < T ist, wird Green abgebrochen.
  • Offload-Replays: Schattenauswertung auf separaten Edge-Knoten mit gespeicherten Frames (nachts/Stillstand).
  • Effizienz: TensorRT-Optimierung, Layer-Fusion, INT8-Kalibrierung – aber immer gegen Golden Batch verifizieren.

2) OPC UA ist uns zu langsam für die Entscheidung. Was tun?

  • Trennen: Digitale IO/Feldbus für OK/NOK und Taktkritik. OPC UA nur für Status, Parametrierung, Diagnosen.
  • Lokale Latenzmessung: Round-Trip-Zeiten über den echten Pfad messen (nicht im Lab), P95/P99 loggen.
  • Falls OPC UA nötig: PubSub über UDP, Shared Memory-Transport, CPU-Affinitäten; trotzdem bleiben IOs zuverlässiger für harte Deadlines.

3) Wie sichere ich ein 1-Sekunden-Rollback?

  • Blue und Green immer warm halten (keine Lazy-Init im Hot Path).
  • Umschaltung über Decision-Gate-Flag, nicht durch Container-Restarts.
  • HMI/SPS-Bit als “Emergency Revert” priorisieren, das Gate sofort auf Blue setzt.
  • Artefakt-Versionen lokal vorhalten, nicht erst beim Rollback laden.

4) Wie versioniere ich Kamera-/Optik-/Kalibrierung mit dem Modell?

  • Gemeinsame “Inspection Package”-Version: Modell + Preprocessing + Kalibrierung + Lighting-Setup als Einheit mit Hash.
  • Jede Aufnahme speichert Package-ID im Audit-Log.
  • Golden Batch wird pro Package gepflegt; Optikwechsel erfordert Requalifikation.

5) Wie bringe ich Modelle in eine air-gapped Produktion?

  • Artefakte offline signieren, via geprüftem Medium in lokale Registry importieren.
  • Policy, die nur signierte Images zulässt.
  • Getrennte Rollen: Erstellung/Signatur im Engineering-Netz; Import/Deployment im Produktionsnetz per Freigabeprozess.
  • Alle Schritte auditieren (wer, wann, was, Hashes).

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