• [ ] DMA‑Pfad von Kamera bis GPU ohne Host‑Kopie verifiziert
  • [ ] Pre/Post ausschließlich GPU‑seitig; CPU sieht nur Ergebnisvektoren
  • [ ] Ring‑Puffergröße und Drop‑Policy dokumentiert und getestet
  • [ ] PTP‑Sync und GPIO‑Latenz‑Messungen mit P99/P99.9 verfügbar
  • [ ] Core‑Pinning, IRQ‑Affinitäten, Governor fixed; mlockall aktiv
  • [ ] SPS‑Handshake mit Frame‑ID/Zuordnung implementiert
  • [ ] HMI strikt entkoppelt vom Produktionspfad
  • [ ] A/B‑Rollout‑Pfad On‑Prem; signierte Artefakte; Shadow‑Infer vor Umschaltung
  • [ ] Diagnose‑Ringpuffer mit automatischer Retention
  • [ ] Betriebsdokumentation mit Versions‑Hashes, Kalibrierungen und Support‑Prozeduren

FAQ

  • Wie erreiche ich Zero‑Copy auf x86 mit einer GigE‑Kamera?
  • Nutzen Sie Treiber/Pipelines, die DMABUF/EGLImage (oder vergleichbare Mechanismen) unterstützen, und halten Sie Konvertierung/Resize auf GPU‑Seite. Vermeiden Sie userspace‑memcpy via OpenCV im Hot‑Path. GStreamer‑Pipelines mit V4L2‑Source → GPU‑Converter → Inferenz‑Plugin sind praktikabel, solange alle Caps memory:DMABuf o. ä. aushandeln.
  • Brauche ich zwingend einen RT‑Kernel (PREEMPT_RT)?
  • Nicht zwingend. Für viele Linien reicht ein Low‑Latency‑Kernel mit sauberem Core‑Pinning, fixem CPU‑Governor, IRQ‑Affinitäten und vorallokiertem Speicher. RT‑Kernel hilft bei knappen Budgets, ist aber kein Ersatz für gute Architektur.
  • Wie synchronisiere ich SPS‑Takt und Kamera robust?
  • Entweder externen Hardware‑Trigger aus der SPS an die Kamera führen (deterministisch) oder beide auf eine gemeinsame PTP‑Zeitbasis ziehen und softwareseitig innerhalb enger Fenster triggern. Wichtiger als die Wahl ist die Konsistenz: feste Belichtungszeiten, feste Verzögerungen, dokumentierte Pfade.
  • Wie verhindere ich, dass die HMI die Pipeline stört?
  • HMI läuft in eigenem Prozess/Kern, liest nur Telemetrie/Downscaled‑Frames mit Rate‑Limit. Kein Direktzugriff auf Produktions‑Buffers. Rendering auf der GPU darf nicht mit Inferenz‑Streams konkurrieren.
  • Wie aktualisiere ich Modelle ohne Produktionsstopp?
  • A/B‑Slots: Neues Modell als “shadow” mitlaufen lassen, Ergebnisse nur loggen, Latenzen prüfen. Nach Sign‑Off und Hash‑Verifikation scharf schalten. Rollback muss mit einem Befehl möglich sein. Artefakte On‑Prem signieren und aus einer lokalen Registry beziehen.

Wenn Sie eine solche Pipeline in einer konkreten Anlage umsetzen oder bestehende PoCs produktionsreif machen wollen, sprechen Sie uns an. Wir bauen die Systeme, betreiben keine Folien. On‑Prem, DSGVO‑fest, ohne US‑Cloud‑Abhängigkeit – mit klaren technischen Entscheidungen und nachvollziehbaren Trade‑offs. (→ alpitype.de/leistungen/)